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Statue d'Auguste, mur de scène (c) C.Recoura

Vue extérieure (c) Philippe Gromelle

Vue générale (c) Louis Boudereaux

Vue générale (c) Louis Boudereaux

Vue générale (c) Louis Boudereaux

Vue générale (c) Louis Boudereaux

Vue générale (c) Louis Boudereaux

Mur de scène (c) Culturespaces

Mur de scène (c) Philippe Gromelle

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Nationales antikes Theater

Im Herzen des Rhône-Tals zählt DAS RÖMISCHE THEATER VON ORANGE gewiss zu den schönsten römischen Bauwerken. Dieses einmalige Kulturerbe aus der Römerzeit steht auf der Liste des UNESCO-Welterbes und ist das besterhaltene römische Theater in Europa. Es verdankt seinen Ruhm hauptsächlich seiner herrlichen Bühnenwand, die einen erstaun-lich guten im Abendland einmaligen Erhaltungszustand aufweist. Diese zur Römerzeit be-sonders beliebte Darbietungsstätte bildet zur Freude aller Musikliebhaber auf Weltebene noch heute eine Hochburg

DIE AUSSENFASSADE (POSTSCAENIUM)
„Die schönste Mauer meines Königsreichs.“ (frz. La plus belle muraille de mon royaume) Mit diesen Worten bezeichnete Ludwig XIV. die mächtige Fassade des Theaters, die 103 Meter lang, 1,80 Meter dick und 37 Meter hoch ist. Die Außenfassade umfasst drei Ebenen. Die erste Ebene verfügt über drei Türen, die sich zur Bühne hin öffnen, und über Nebentüren, die sich zu den Kulissen oder Räumen, die nicht mit dem Inneren verbunden sind, hin öffnen. Die zweite Ebene der Fassade ist vollkommen schmucklos. Zu sehen sind Stützsteine für das Gebälk, sowie eine tiefe Einkerbung, die für die ehemalige Ziegelverankerung des Daches zeugt. Die dritte Ebene ist mit einer Arkadenreihe verziert. Mit Ausnahme der Zentralarkade und der Arkaden der Basilicae (beiderseitig von der Bühne angebrachte Türme) lässt jede Arkade über eine Öffnung das Licht in den Laufgang in der Mauer einfallen. Oben befinden sich zwei Reihen mit 43 Stützsteinen, die die Apparatur des Velum, dem großen Tuch, das das Publikum gegen Unwetter und starke Hitze schützte, hielten.

DIE BÜHNENWAND (SCAENAE FRONS)
Die Bühnenwand spielte eine besonders wichtige Rolle, da sie für eine gute Akustik sorgte und das einzige bauliche Zierelement des Theaters bildete. Sie blieb während der Darbietung unverändert, wobei jedoch einige bewegliche Elemente und Zubehörteile installiert wurden, um eine Illusion von Bewegung, Raum und Perspektive zu schaffen. Sie steht noch in ihrer gesamten ursprünglichen Höhe von 37 Metern. Die Mauer war reich mit mehrfarbigen Marmorplatten, Statuen in Nischen, Friesen und Säulen verziert. Anläss-lich der 1931 unter der Bühne ausgeführten Grabungen wurden die derzeit angebrachten Säulen aufgefunden. Es gab ursprünglich 76 Säulen. Die Bühnenwand ist ebenfalls dreiteilig. Im Zentrum der ersten Ebene öffnet sich die König-liche Tür (valva Regia). Sie war den Hauptdarstellern gewidmet und ursprünglich von ei-nem Fries überragt, der mit Zentauren geschmückt war, deren Überreste heute im Museum von Orange ausgestellt werden. Diese Tür war umgeben von Nischen mit Statuenschmuck. Die Zentralnische beherbergt die 3,55 m hohe Statue des Kaisers August. Sie war höchst-wahrscheinlich zuerst mit einer Apollostatue ausgestattet, die gewiss erst später durch den siegenden Kaiser ersetzt worden ist. Er trägt den Kaisermantel (paludamentum imperatoris) und hält seinen Befehlsstab. Er erinnert alle daran, dass die Gesetze eingehalten werden müssen, um den römischen Frieden zu erhalten. Die schmaleren Seitentüren, die so genannten „Gasttüren“ dienten dem Bühnenspiel der Schauspieler. Die beiden oberen mit Säulenstellungen versehenen Ebenen sind rein dekora-tiv.

DER ZUSCHAUERRAUM (CAVEA)
Der für zehn Tausend Zuschauer vorgesehene Zuschauerraum wurde an einem Berghang errichtet, was einen leichteren Bau und eine bessere Solidität gewährleistet. Der in drei Ab-schnitte unterteilte Zuschauerraum ist durch Umgangstreppen zugänglich. Am oberen Ab-schluss des Zuschauerraums befand sich ein Säulengang. Bei Unwetter oder starker Hitze wurde das Publikum durch eine große Segeltuchplane (ve-lum) geschützt. Dieses Zeltdach wurde über Balken, die an den oberen Stützsteinen ange-bracht waren, aufgezogen. Die große Segeltuchplane konnte somit die Bühne oder das ganze Theater schützen.

DIE ORCHESTRA
Dieser halbrunde Bereich mit einem Durchschnitt von 19 Metern bildet das Epizentrum des Zuschauerraums. Vom antiken griechischen Theater übernommen, war er für die Chöre der Tragöden bestimmt, die oft die Stimme des Schicksals darstellten und dem Publikum das Drama durch Gesang oder Tanz erläuterten. Die römischen Theaterstücke änderten sich im Laufe der Jahrhunderte und der Chor verlor immer mehr an Bedeutung. Die Orchestra war ursprünglich mit einem Naturboden ausgestattet, der durch einen heute nicht mehr erhalte-nen Plattenbelag ersetzt worden war.

DIE BÜHNE
Die Bühne ist durch zwei Türme (basilicae) eingerahmt. In diesen Türmen befanden sich die Wandelhallen. Bei Darbietungen versammelten sich hier die Schauspieler, Wagen und Büh-nenvorrichtungen vor ihrem Bühnenauftritt. Die oberen Ebenen wurden bestimmt als Lager-räume für die Bühnenausstattung verwendet. Der Fußboden der 61 Meter breiten und 13 Meter tiefen Bühne stützt sich auf Balken. Im Bo-den eingelassene Versenkungen ermöglichten das Erscheinenlassen von Schauspielern und Requisiten. Ein ausgeklügeltes Kabel-, Seilwinde- und Gegengewichtssystem verbarg den Zuschauern die Schauspieler und Praktikabel anhand eines etwa 3 Meter hohen Vorhangs. An der Grenze der Ochestra und der Bühne stand die Mauer des Pulpitum. Diese geradlini-ge Mauer war mit Statuen geschmückt, die als Springbrunnen dienten. Der Baustil und die Struktur des heutigen Bühnendaches sind hochmodern und das Ergeb-nis weitreichender wissenschaftlicher und archäologischer Forschungen. Um die Bühne und den Mauerschmuck zu schützen, hatten die Römer einen Holzdachstuhl errichtet. Der Dachstuhl und das Dach wurden anlässlich der Großfeuer des Theaters im 14. Jahrhundert zerstört. Oben an der Bühnenwand befinden sich rötliche Steine, deren Verfär-bung durch extrem hohe Temperaturen entstanden ist. Obwohl es heute vollständig zerstört ist, hat das Dach sichtbare Spuren hinterlassen, insbesondere in den Rücklaufwänden bei-derseitig der Bühne. Im 20. Jahrhundert entstand der Wunsch, ein neues Bühnendach zu bauen, um die antike Fassade vor Witterungseinflüssen zu schützen. Das Vorhaben war eine große technische Herausforderung, da die brandgeschwächten Steine nicht mehr denselben Dachstuhl wie zur Römerzeit tragen konnten. Das Bauvorhaben des riesigen 1 000 m² Glasdaches entstand 2004 und wurde 2006 abge-schlossen. Anstatt den alten Holzdachstuhl in ähnlicher Weise nachzubauen, hat man sich für einen modernen Baustil entschieden. Somit sorgt dieses moderne Stahl- und Glasdach für einen wirksamen Schutz der Bühnenwand, bringt sie zur Geltung und integriert die Büh-nenausstattung für die Darbietungen. Indem es sich nicht auf die antiken Steine sondern auf einen immensen 61,70 Meter langen Querbalken stützt, schont dieses Dach das alte Bauwerk. Dieses Vorhaben des leitenden Baudenkmalarchitekten Didier Repellin entartet keineswegs die einmalige und außerordentliche Akustik des Theaters. Die leicht schräge nach oben ge-hobene Dachstellung gewährleistet eine optimale Schallreflexion, da die von der Bühne auf-steigenden Stimmen in den Zuschauerraum zurückgeworfen werden.

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